Schreibberatung für Haus- und Abschlussarbeiten, Dissertationen und Präsentationen

Was verstehen wir unter Schreibberatung?

 

Bei der wissenschaftlichen Schreibberatung geht es darum, Schreibende prozessorientiert und personenzentriert zu unterstützen. Das heißt, dass wir dich bei deinem universitären Schreibprojekt während des Arbeits- und Schreibprozesses begleiten und dir beratend zur Seite stehen. Im Zentrum stehst du mit deiner Stimme und deinen eigenen Ressourcen sowie Anliegen. Gemeinsam klären wir den individuellen Beratungskontext. Die Verantwortung zur Umsetzung bleibt bei dir – wir geben dir demnach keine Lösung vor, sondern bieten dir konkrete Vorschläge und erarbeiten mit dir Schreibtechniken und -strategien, die dein Schreiben nachhaltig erleichtern und voranbringen sollen. Das leitende Prinzip ist die individuelle Hilfe zur Selbsthilfe.

 

 

Wieso kann Schreibberatung hilfreich sein?

 

Ein wissenschaftliches Schreibprojekt ist komplex und erfordert neben dem fachlichen und formalen Wissen wissenschaftliche und kreative Schreibkompetenzen, die häufig in der Lehre außen vor gelassen werden. Eine (Abschluss-)Arbeit beginnt weit vor dem Schreibbeginn und umfasst mehrere Phasen (etwa die Erarbeitung einer konkreten Fragestellung, Recherche und Erstellung der Gliederung sowie mehrere Überarbeitungszyklen). Diese bringen wiederum eigene Anforderungen und Herausforderungen mit sich. Vielleicht fehlt dir Unterstützung vor und während der Bearbeitungszeit, woraus Frustration, Hilfslosigkeit und Versagensängste entstehen können (schau dir gern unseren Blogeintrag zu Schreibblockaden an). Wir möchten dem entgegenwirken, indem wir mit dir gezielt schwierige Punkte und Phasen reflektieren und konkrete Lösungsstrategien erarbeiten.

 

 

Wieso nicht ausschließlich ein Lektorat buchen?

 

Das Korrektorat oder Lektorat betrifft das Schreibprodukt und findet in der Regel kurz vor der Abgabe statt. Dabei tauschst du dich nicht direkt mit deiner Lektorin aus, sondern bekommst von ihr Kommentare und Tipps zu deiner fertigen Arbeit. Zudem geht sie sehr ins sprachliche Detail und korrigiert Satz für Satz. Das Lektorat ist ein wichtiger Schritt für deine Arbeit, die du bald darauf abgeben kannst.

 

Die Schreibberatung verfolgt sowohl ein anderes Ziel als auch eine andere Methode: Hierbei geht es darum, dich während des Arbeits- und Schreibprozesses aktiv zu unterstützen, konstruktives Feedback zu Teilschritten und einzelnen Phasen zu geben sowie Perspektiven aufzuzeigen, wie es weitergehen kann. Wichtig sind hier zwar wie im Lektorat Kohärenz, akademischer Stil, Logik und Verständlichkeit, aber du wirst nicht bis zur Abgabefrist mit den ineinandergreifenden Schritten und aufkommenden Unsicherheiten alleingelassen. Stattdessen hast du die Möglichkeit, Kontrolle zurückzuerlangen und den Schreibprozess selbstbestimmt und erfolgreich zu gestalten.

Wie kann eine Schreibberatung ablaufen?

  1. Erstkontakt über unser Kontaktformular: Bitte berichte kurz von deinem Schreibprojekt, gehe ggf. auf konkrete Schwierigkeiten ein und versuche, deine Bedürfnisse zu beschreiben. 
  2. Erstgespräch (20 Minuten): Wir lernen uns kennen und identifizieren den Status quo, Herausforderungen und deine Ressourcen. Außerdem erstellen wir einen ersten Fahrplan für den kommenden Schreib- und Beratungsprozess.
  3. Folgetermin/e: Diese richten sich nach deinen Bedürfnissen und dem Stand des Projektes und können bis zur Abgabe deiner Arbeit stattfinden. Zwischen den Terminen arbeitest du weiter, während ich gerne Rohfassungen und Teile des Schreibprojektes lese, um dir Feedback zu geben.
  4. Lektorat: Auf Wunsch kannst du zum Schluss ein wissenschaftliches Lektorat buchen, um deine Arbeit bereit für die Abgabe zu machen. 

Natürlich kannst du nur für einen bestimmten Teil deiner wissenschaftlichen Arbeit in die Beratung kommen.

 

 

Wie viel kostet eine Beratung?

 

Eine Beratungsstunde kostet 89 Euro. Darin sind Vor- und Nachbereitung, eine einstündige Schreibberatung und anschließende potenzielle Rückfragen enthalten. Weitere Beratungen kannst du bei Bedarf dazubuchen – wir erstellen nach dem ersten Kennenlernen gern ein individuelles Angebot für deine Situation.

 

Das zwanzigminütige Erstgespräch und die Kontaktaufnahme sind kostenlos.

Wer berät euch eigentlich?

Lea Hausmann, M. A.

Lea Hausmann, M. A.

Ich bin wissenschaftliche Schreibberaterin, Lektorin, DaF-Tutorin und Lyrikerin. Meine universitäre Ausbildung zur Schreibberaterin habe ich 2020 am Internationalen Schreiblabor Göttingen abgeschlossen, an dem ich drei Jahre als Writing Fellow und Schreibberaterin tätig war. Mittlerweile arbeite ich freiberuflich und unterstütze Studierende, Promovierende und Schüler:innen der Oberstufe bei ihren wissenschaftlichen Schreibprojekten.

 

Abgesehen von Ausbildung und Praxiserfahrung verfüge ich aufgrund meines geisteswissenschaftlichen Profils über umfangreiche Erfahrung im wissenschaftlichen Schreiben, die ich durch das Lektorat von Abschlussarbeiten und Dissertationen kontinuierlich vertiefe.

 

Darüber hinaus bilde ich mich regelmäßig fort (z. B. GewissS-Tagung in Wien 2025, Schreibpädagogische Abendimpulse des Segeberger Kreises e. V. 2025/26).

 

Daneben prägen meine Beratungen kreative biografische Schreibarbeit und (ehrenamtliche) Reise- und Auswanderungserfahrungen. Wichtig sind mir ein neurodiversitätsbewusster und interkulturell sensibler Umgang und damit einhergehend eine offene und respektvolle Zusammenarbeit. Ich arbeite mit dir gerne auf Deutsch, Englisch und Italienisch.


Kundenstimme

Liebe Lea,


ich möchte dir von Herzen für deine Unterstützung danken, sowohl in der Schreibberatung als auch im Lektorat. Ich glaube ehrlich gesagt, ohne deine Hilfe hätte ich es nicht geschafft.

Eine für mich sehr erfolgreiche Strategie, die ich inzwischen sowohl im Uni-Kontext als auch außerhalb anwende, ist, meine Gedanken erstmal aufzunehmen und daraus dann einen Text zu machen. Das funktioniert auch super für Strukturen, wie ich etwas aufbauen möchte, und sogar für Gespräche oder Präsentationen. Ich muss aber vor allem sagen, dass die eigentliche Problematik meiner Schreibblockade darin bestand, dass ich mir selbst einen sehr großen psychischen Druck gemacht habe. Da hat mir vor allem einfach das Reden mit dir geholfen, gerade ganz akut dabei, überhaupt das erste Semester abzuschließen. Dabei hat es mir auch sehr geholfen, dass du mir ein Stück weit die Sorge genommen hast, dass das niemand versteht, und dass du mich dadurch bestärkt hast, diese Probleme überhaupt anzusprechen.